09.06.2018 – Im Ziel in Goldbach

Adrenalin und Freude pur beim Zieleinlauf ins Goldbacher Festzelt pünktlich um 16.15 Uhr. 
Vielen Dank Goldbach für den phänomenalen Empfang!!!

09.06.2018 – Schönbusch

Emotionen pur auf dem Parkplatz des Viktoria-Stadions am Schönbusch: gestande Männer und Frauen mit Tränen in den Augen, Freude, Erleichterung und Stolz wohin man schaut – wir haben es geschafft.
Ein überwältigendes Gefühl.

TAG 5 – 09.06.2018

Gruppe 1 – Etappe 66 bis 73

Die letzte Nachtschicht ist von Gruppe 1 noch zu bewältigen. Das große Ziel ist in Sicht, so dass die Beine fast schon von alleine laufen. Was schlafen wirklich bedeutet, haben die meisten Läufer, Fahrer, Betreuer und vor allem das Catering-Team wahrscheinlich schon vergessen. Kein Wunder, bei soviel Adrenalin!
Die Läufer hatten sehr schöne Passagen zu bewältigen, die teils durch Weinberge führten. Besondere Romantik kam bei denen auf, die in den Sonnenaufgang kamen und die besondere Morgen-Atmosphäre erleben durften.
Ein letztes gemeinsames Frühstück wartete in Nierstein vor der dortigen Realschule auf uns. Melancholie machte sich breit, denn innerhalb weniger Tage wurden aus teilweise wildfremden Leuten Freunde – sicherlich auch eine Mission des Friedenslaufs.
An dieser Stelle mal ein besonderes Lob für unseren Fahrer Klaus. Er war wie ein Papa für uns, hob mahnend den Zeigefinger, wenn wir mal wieder zu viel Wasser auf einmal verbrauchten oder sonstigen Unsinn machten. An den Etappenzielen angekommen, kümmerte er sich vor allem anderen um die Toilette, das Wasser und sonstiges rund um das Wohnmobil. Klaus, du bist der Beste!!!!
Nur noch wenige Stunden trennen uns von unserem Einlauf in Goldbach und wir freuen uns sehr auf die hoffentlich zahlreichen Zuschauer und Mitläufer der wirklich allerletzten Etappe dieses wohl einmaligen Abenteuers!!! Goldbach wir kommen!!!!

Gruppe 2 – Etappe 74 bis 80

Nach einer sehr kurzen Nacht in Nierstein und einer kurzen Entspannung auf der Fähre geht’s los für Gruppe 2 auf die letzten 7 Etappen. Natascha entlang des Rheins unterwegs Richtung Riedstadt zusammen mit Petra und Willi. Für uns alle die letzte Dusche in Pellingen – gut, dass man auf Fotos nichts riechen kann 😉

Natascha wieder mit einer Doppel-Etappe mit Petra und Willi auf den Rädern in einer phänomenalen Zeit und einer Pace von 5:30 Uhr im Etappen-Ziel. Und sie sieht – egal wie weit wir sie schicken – immer gut aus.
Besonders gefreut hat sie das Stück, als unsere Strecke mitten durch einen großen Flohmarkt geführt hat und sie kräftig angefeuert wurde, weil Petra laut brüllend verkündet „Platz da, die Dame kommt aus Frankreich gelaufen!“
Durch ihre Doppel-Etappen kommt Natascha mit dem Ziel-Einlauf auf über 100 Lauf-Kilometer! Respekt!

Nach einem kleinen und schnellen medizinischen Einsatz unseres Medical-Teams mit dem Tapeband geht es für Frank und Willi begleitet von Petra auf dem Rad über Darmstadt Richtung Dieburg, wo schon die ersten Flash-Mob-Teilnehmer zur Verstärkung dazu stoßen. Nach ihrer Doppel-Etappe wurden die beiden gebührend mit einem kühlen Bierchen empfangen.

Jetzt geht’s so langsam in den Endspurt – Goldbach wir kommen. Thomas ist auf seiner Etappe nach Langstadt unterwegs – Petra trotz Achter im Rad immer noch eisern an seiner Seite, verstärkt durch Robert Knauder, der aus Goldbach angeradelt kam. Thomas hat in der Hitze noch mal richtig einen raus gehauen und im Vollspeed unsere verlorene Zeit wieder reingeholt, damit wir auch pünktlich in Aschaffenburg ankommen … Auch Adrian hat im Anschluss seine vollkommen schattenlose Tour mit Bravour gemeistert. O-Ton „Das ist mit Abstand das härteste was ich gelaufen bin“. Hanspeter hat die Ehre der Etappe 80 – die letzten Kilometer sind angebrochen … Halbfinale –- Aschaffenburg wir kommen!!!! Und das ab Schönbusch mit geballter Läufer-Mannschaft, die alle strahlen und Power haben, als hätten Sie die letzten Tage nicht in den Knochen.

Und dann dieser phänomenale Empfang am Schönbusch vom Catering und der Gruppe 1 – die Mannschaft endlich mal komplett vereint. Emotionen pur: gestande Männer und Frauen mit Tränen in den Augen, Freude, Erleichterung und Stolz wohin man schaut – wir haben es geschafft. Ein überwältigendes Gefühl. Roadbook geschlossen :o)

Catering

03:30 Uhr: Abfahrt nach Nierstein, die Fahrt erweist sich als schwierig – wir müssen Umweg fahren. Um 6 Uhr soll das Frühstück für die Läufer fertig sein.
05:20 Uhr: Ankunft in Nierstein – wir werden überrascht! Die Verwaltung aus Nierstein hat Kaffee für uns gekocht und wir können gleich das Buffet aufbauen. Gabi holt beim Bäcker frisches Brot. Gruppe 2 kann loslaufen. Bis zur Ankunft Gruppe 1 können wir unseren Anhänger schon für die Ankunft in Goldbach vorbereiten.
08:30 Uhr: Besuch des Niersteiner Bürgermeisters, Herrn Thomas Günther. Ausgelassene Stimmung während des Besuches. Um 08.45 Uhr kommt die Schlussläuferin der Gruppe 1 an, Sandra. Wir haben keine Duschen. Die Toilette des Bauhofs muss herhalten. Schnell frisch machen für die Ankunft in Aschaffenburg.
11:00 Uhr: Ankunft Aschaffenburg, der vom Catering beauftragte Außendienst, Jürgen Reißing, steht schon mit den bestellten Hausmacher Brötchen bereit. Wolfgang und Helmut besorgen noch schnell kalte Getränke für alle. Gabi macht nochmal Wellness auf Anfrage.
Fazit Catering: Wenig Schlaf, viele Stationen, wenig Zeit zum Essen.
Wir haben 350 Liter Wasser, 7 kg Studentenfutter, 15 kg Obst, 15 kg Bananen für die Lauf-Etappen verteilt und und glücklich ein Teil dieses Abenteuers gewesen zu sein! Wir würden es wieder machen!

TAG 4 – 08.06.2018

Gruppe 2 – Etappe 42 bis 49 – Nachtschicht

Es wird spannend – wir laufen in die Nacht und können noch nicht abschätzen was uns da erwartet. Klappt die Navigation auch im Dunkeln, sehen wir unseren Läufer, halten alle trotz Müdigkeit durch?

Bei unserer Startläuferin Natascha sind die Lichtverhältnisse noch passabel, aber dann bei unserer Nummer 2 Willi wird es richtig finster. Doch es klappt alles reibungslos. Will und Frank haben jeweils 1,5 Etappen zu bewältigen. Doch der Radar bei Frank auf der Strecke zeigt 12 km/h – wir liegen also gut in der Zeit!

Nachteil der Nachtschicht – wir können Euch den schönen Landschaftswechsel bei km 420 von Feldern zu den Wäldern der Ardenne leider nicht zeigen. Aber es gibt auch Vorteile – die Straßen sind frei, 16 Grad Top-Bedingungen, alle Läufer/-innen laufen in kurz durch die sagenhafte Sternennacht Richtung Belgien. Einfach magisch. Gute Nachrichten auch von der Wetterfront: Das fette Regenband an der belgischen Grenze wird schmäler und zieht nach Norden weg. Vielleicht bleiben wir doch trocken.

Unser jüngster Adrian hat Premiere – sein erster Nachtlauf – die 11 in den Autos amüsiert über seine Kommentare auf der Strecke! Thomas top-fit absolviert Etappe 47 und begleitet sogar Peggy noch ein Stück. Mit Peggy sagen wir dann Adieu Frankreich – Hallo Belgien! Die erste Ländergrenze ist erreicht. So langsam wird es auch hell und wir schicken Hanspeter in den belgischen Berufsverkehr zur Schluss-Etappe nach Musson, wo natürlich schon unser Catering-Team mit super Frühstück und reichlich Kaffee auf uns wartet.

Fazit nach der Nachtschicht: Unsere Läufer sind begeistert. O-Ton Peggy „Hat Spaß gemacht zu laufen“, Natascha „Eine ganz neue Erfahrung“ und Frank berichtet von verschiedenen Temperaturzonen.

Und unser Medical Team hat Dauerschicht – zu jeder Zeit immer close dabei. Unglaublich wie die das hinbekommen. Höchsten Respekt auch an unser Fahrer-Team – die Nacht mit Bravour bewältigt!

 

Gruppe 1 – Etappe 50 bis 58

Eva war heute als erste gefordert und verließ Musson pünktlich um 7.00 Uhr mit gewohntem Elan. Alles lief wie geschmiert, bis bei der zweiten Etappe, der ersten mit Fahrradbegleitung, nach 5 km Christian und Jochen aufgrund eines platten Reifens eine unfreiwillige Pause einlegen mussten. Nach kurzer Zeitverzögerung schickten wir Uli mit Oswald als Radbegleitung auf die Reise, zwei Hösbacher! Ob ausgerechnet die Leihgaben aus der Nachbargemeinde die Ehre retten werden und den etwas komplizierten Weg finden? In der Tat müssen wir als Goldbacher zugeben – toll gemacht, ihr Haisbischer;-)
Simone quälte sich im Anschluss durch Luxemburgs Baustellen und sorgte vielleicht für die ein oder andere Verwunderung ob der Wahl ihres Joggingweges mit Escortservice 😉 Einige Luxemburger hupten und winkten aber auch begeistert und anerkennend.
Gerhard und Sandra hatten wie fast schon gewohnt mit der aufkommenden Hitze und einigen Höhenmetern zu kämpfen, doch irgendwie laufen die Beine schon von alleine.
Christian machte mal wieder Überstunden und legte gemeinsam mit Jochen eine Zusatzetappe ein. Traumhafte Landschaften entlang der Mosel entschädigte ihn dafür, obwohl die Beine schon langsam Milch geben – kein Wunder bei dem Streber!
Für Heiko bot die nächste Etappe, ebenfalls von Jochen auf dem Fahrrad begleitet, Gelegenheit Freunden in der Gegend eine kurze Stippvisite abzuleisten. Unglaublich dieser Elan!
Unser heutiger Held ist aber eindeutig Michael, der sich freiwillig die Bergetappe antat. Oswald, unser immer gut gelaunter Haisbischer, begleitete ihn auf einem fremden Fahrrad spontan. Der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe wird immer größer und langsam finden wir es schade, dass morgen alles vorbei sein soll – nur das eigene Bett und ein paar Stunden Schlaf am Stück locken.
Unser Catering-Team ist wie immer Spitzenklasse und diesmal bekommen die Läufer der Gruppe 1 auch noch Wellness-Behandlungen von Gabi, die eigens hierfür vom Küchendienst befreit wurde.
Ein einmaliger Tag neigt sich zum Ende und zumindest bei mir kommt jetzt schon Wehmut auf, wenn alles vorbei ist.

Gruppe 2 – Etappe 58 bis 65

Jetzt geht es so langsam an die Substanz … der Schlafmangel ist im gesamten Team zu spüren, aber dennoch startet Gruppe 2 frohen Mutes zu ihren „Bergetappen“ durch den Hunsrück. Zahlreiche Höhenmeter liegen vor uns und für zwei Läufer Doppel-Etappen, denn Peggy ist leider am Knie verletzt und fällt getaped aus.

Kurze Aufregung gleich auf der ersten Etappe – unser Läufer Thomas und Petra auf dem Rad auf Feldwegen alleine unterwegs und im Funkloch-Nirwana verschwunden. Die waren trotz Sonne, Hitze und knackigen Anstiegen schneller als die Autos und sind über den Wechselpunkt hinweg gelaufen. Aber irgendwann funktioniert auch die Technik wieder und alle Mann und Frau sind wieder an Bord. O-Ton Thomas „Die Etappe war genial“ – für uns in den Autos eher nervenaufreibend … aber alles wieder im Lot und Willi ist schon auf seiner Etappe unterwegs und hat auch wieder einige Höhenmeter vor sich.

In Sonne und Hitze immer steil bergauf – doch Willi kann nichts stoppen und kommt ja fast noch entspannt in Reinsfeld an. So wie Willi ging dann auch die Stimmung schnell wieder nach oben. Und Hanspeter zusammen mit Thomas starten frohgelaunt zu ihrer Hunsrück-Etappe.

Kurzer telefonischer Bericht aus Goldbach von unserem Bürgermeister Thomas Krimm. Die Begeisterung aus der Heimat schwappt aufs Team über und motiviert zusätzlich für die nächsten schweren Etappen durch den Nationalpark im Hunsrück, die von Natascha alleine bewältigt werden müssen, da dort kein Auto durchfahren darf, also kein Läuferwechsel möglich. Oliver zur Sicherheit und zum Anfeuern dabei. Doch schon allein der Einstieg lässt größte Herausforderungen erahnen. Und genau so kam es auch. Schnitzeljagd im Nationalpark an der Siegfriedsquelle – wo geht’s lang???? Natascha und Oliver orientierungslos und ohne Netz im Wald. Die Autobesatzung hofft nur, dass die beiden die richtige Abzweigung gewählt haben und auf dem richtigen Weg sind. Am Wechselpunkt geht derweilen die Planung für die nächste Etappe schon mal weiter …

Kurz vor 21 Uhr ist die Schnitzeljagd Gott sei Dank erfolgreich beendet und die beiden wieder bei uns, so dass wir unseren Youngster am Hunsrück Steig auf dem Weg nach Herborn schicken konnten. Auch für Adrian geht’s auf seinem Trail hoch hinaus, aber der Ausblick von oben ist ein Genuss und entschädigt für die Strapazen. Der Rest wartet am Golfplatz und Peggy und Petra lochen noch schnell ein paar Bälle ein. Doch auch auf dieser Etappe hat uns google maps ein paar Streiche gespielt und Adrian mit Oliver ein paar eigentlich unbegehbare Passagen beschert.

Ganz schön dunkel ist es dann schon als Frank zu seiner Doppel-Etappe antritt. Oliver und Willi im Sportwahn und gleich zu zweit auf dem Rad mit ihm unterwegs. Und wer gedacht hat, bis jetzt war es schon spannend genug – den Krimi kann man noch steigern. Starke Regenfälle und Unwetter haben Wegpassagen unpassierbar gemacht – Brücken sind nicht mehr da wo Sie mal waren, umgestürzte Bäume, knöchelhoher Matsch, eine Wildschweinherde … Die Besatzung in den Autos immer live per Sprachnachricht dabei und die nervliche Anspannung ist größer als vor Ort. Die 3 Jungs mussten ganz spontan und flexibel umplanen und haben diese Horror-Etappe gerockt. Wir alle waren froh, als wir sie wieder mit an Bord hatten. O-Ton von unserem Fahrer Frank, der schon seit 10 Stunden hinterm Steuer sitzt – „Trotz allem, bei dem Lauf zu 850 Jahren bin ich wieder mit dabei!“ Aber jetzt ist es wirklich Zeit, dass dieser Tag zu Ende geht und für 2 Stunden Schlaf …

Gruppe 2 wurde vorausschauend vom Catering bereits mit belegten Baguettes versorgt, so dass wir entschieden haben direkt zum Gruppenwechselpunkt nach Nierstein weiter zu fahren. Überraschung mitten in der Nacht – wir wurden dort herzlich von bekannten Gesichtern empfangen. „Ja sind wir denn schon Zuhause?“ von Natascha im Halbschlaf …

Catering

03:45 Uhr: Weckdienst! Die Läufer von Gruppe 1 müssen um 07:00 auf die Strecke und vorher nach Musson (Belgien) fahren. Abfahrt: 04:00 nach Belgien.
05:45 Uhr Ankunft in Musson. Endlich gibt es Rühreier mit Speck von Wolfgang. Die Läufer sind begeistert – Proteine stärken. René und Francoise, unsere französischen Freunde, helfen tatkräftig mit.
Leider keinen Besuch des Bürgermeisters.
Rekord: Aufbau, Vorbereitung, Frühstück beider Gruppen und Abbau in 90 Minuten! 07:45 Uhr, Abfahrt nach Pellingen an die Schanzhütte! Wieder in Deutschland.
09:30 Uhr: Ankunft Pellingen – die Stimmung ist gut. Das Catering hat heute wieder tolles Essen gezaubert. Die gesamte Mannschaft lobt unsere Küche. Studentenfutter und Wasser gehen zur Neige – Nachschub nötig.
Einkaufstruppe Susi und Cindy haben frische Bratwürste, Wasser, Cola und Nüsse eingekauft. Unsere Bräter kommen endlich zum Einsatz. Wolfgang steht heute am Grill und Helmut, Gabi und Sonja schnippeln, was das Zeug und die Vorräte hergeben, eine tolle Nudelpfanne. Es gilt alles zu verbrauchen. Zwischendurch kommt Pellingens Bürgermeister, Herr Hoffmann, zu Besuch und bringt Geschenke mit. Studentenfutter und Bananen stehen wieder zur Verfügung. Kurzes Durchatmen vor der Abendschicht, Aufräumen und weiter geht’s nach Hochstetten-Dhaun. 18:45 Uhr, Abfahrt
Ein großes Lob an meine Mannschaft!
20:20 Uhr Hochstetten-Dhaun, Toiletten, Wasser und Strom vorhanden. Kleines Buffet steht zur Verfügung. Gruppe 1 wartet auf die letzte Nachtschicht vor dem Ziel. Schon wieder fast kein Wasser mehr da, aber die Lauftruppe bekommt das Wasser vom Medical Team nachgeliefert. Heute Nacht schlafen wir hier. Wir haben noch genug Käse und Brot. Gruppe 2 fährt direkt nach Nierstein.

TAG 3 – 07.06.2018

Die erste Nachtschicht steht vor der Tür und keiner der Gruppe 1 wusste so recht, was ihn erwartet. Zu der ungewohnten Zeit der Bewegung kommt der sich langsam bedenklich machende Schlafmangel hinzu. Trotzdem empfand jeder der Gruppe diesen Nachtlauf als Erlebnis. Fast hätten wir einen Verlust zu melden gehabt, denn Simone war plötzlich außer Sichtweite und wir wurden etwas unruhig. Um so mehr freuten wir uns, als wir sie, sichtlich erleichtert über unser Erscheinen, wieder entdeckten und der Lauf seinen gewohnten Gang gehen konnte.
In Catenoy erwartete uns unser Catering -Team mit einem sensationellen Frühstück. Der Gastfreundschaft des Bürgermeisters und Stellvertreters von Catenoy ist es zu verdanken, dass wir eine wohlverdiente warme Dusche und andere Annehmlichkeiten genießen konnten. Immer wieder schön, auf Reisen im Ausland dieses Ausmaß an Gastfreundschaft zu erleben. Die beiden kamen sogar zum Verabschieden nochmals an die Halle. MERCI BEAUCOUP MESSIEURS et bonne courage!!!

Gruppe 2 – Etappe 25 bis 32

Pünktlich um 6.00 Uhr ist die Gruppe 2 ready for take off für ihre nächsten 8 Etappen. Natascha ist ausgeschlafen und übernimmt fröhlich lächelnd die Doppel-Etappe 25 und 26. Petra mit dem Rad auch fit und gut gelaunt an ihrer Seite. Mit einer starken Leistung im Ziel schickt sie Willi 20 Minuten früher auf die Reise. Den erwischt der Berufsverkehr – eine Herausforderung, aber er ist super unterwegs. Petra immer an seiner Seite und die beiden meistern das prima. Höchstleistung auch von unserem Fahrer/Radfahrer-Team beim Navigieren und am Steuer.

Mitten in der Stadt in Compiégne startet Frank – immer noch mit Petra an der Seite. Höchstes Risiko dann auf der N31 – stark befahren, Schwerlastverkehr, Tagesbaustellen und kein Seitenstreifen … wir sind froh, dass wir die beiden wieder an Bord haben.

Etappe 29 und 30 führen uns komplett über die N31 und da wir alle wieder heil nach Goldbach bringen wollen, haben wir zur Sicherheit unserer Läufer diese Strecken mit dem Auto überbrückt und holen jetzt die Lauf-Kilometer im Doppel-Pack nach. Peggy und Thomas auf Etappe 31 gemeinsam unterwegs nach Bucy-le-long.

Es läuft wieder … Peggy und Thomas wieder im sicheren Terrain unterwegs und heil im Etappen-Ziel angekommen. Adrian und Hanspeter sind bereit und es geht nahtlos weiter nach Valley-sur-Aisne zum Gruppenwechsel.

Gruppe 1

Bei Gluthitze gilt es für die Gruppe 1 nach der symbolischen Stabsübergabe 90 lange Kilometer zu bewältigen. Wir mussten alle erfahren, dass das Laufen bei hohen Temperaturen noch etwas anstrengender ist als sonst. Die wunderschöne Strecke entlang endloser Felder und Wiesen entschädigte uns aber alle. Vor allem das Laufen in den Sonnenuntergang birgt seine eigene Faszination.
Wir liefen an Soldatenfriedhöfen vorbei. Auf der linken Seiten französische und italienische Friedhöfe, auf der rechten Seite ein Deutscher – Mahnmale des Friedens, die sich sehr gut in das Thema unseres Laufes einfügen und zum Nachdenken anregen.
Heute hatten wir eine Etappe mehr zu laufen. Diese übernahmen dankenswerter Weise unsere Fahrer Oswald und Alex, wobei sich Christian spontan einreihte und freiwillig Überstunden machte – Quel courage! Weitere Läufer schlossen sich kurz vor Vouziers an und es kam zu einem Mini- Läufer-Flashmop mit Applaus der einheimischen Bevölkerung – ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns auf der Strecke zwischen Aschaffenburg und Goldbach erwarten wird.

Catering

00.45 Uhr: Catenoy, Bürgermeister Rubé erwartet uns vor einer, für uns, pompösen Halle. Es gibt Heißes Wasser und Duschen. Unsere Hockerkocher können dieses Mal im Anhänger bleiben. Alle fallen in einen kurzen Schlaf in der großen Halle. Es kommt, wie es zur Gewohnheit wird: Monsieur Rubé beschließt um 01.45 mit Adjutant und Siegel zur Unterschrift der Urkunde zu kommen. Cindy steht bereit und muss Susi für die offizielle Szene als Fotografin aus dem Bett holen.
04:00: Eine kurze Nacht Catering Crew steht bereit und serviert pünktlich um 05:00Uhr vor dem nächsten Wechsel um 06:00 Uhr ein reichhaltiges Frühstück. Aufbau, Vorbereitung und Abbau, wir werden immer schneller!
09.40 Uhr: Vailly – sur- Aisne, das Wetter wird immer schöner. Für heute haben wir Helmut’s Chili con Carne und Cindy kocht für die Vegetarier ein Ratatouille. Die Vorbereitung des Essens macht total viel Spaß. Inzwischen sind wir eingespielt. Gabi und Sonja haben sogar einen tollen, frischen Nachtisch kreiert, der allen sehr gut schmeckt. Monika sorgt für Ordnung und die stilsichere Präsentation der Speisen. Bürgermeister Battefort macht seine Aufwartung zur Mittagszeit und eine Mitarbeiterin der Gemeinde bringt das Siegel. Die Läufer sind super drauf. Es werden Lockerungsübungen gemacht. Kurzeitig ist die komplette Mannschaft zusammen. Yeah! – Wir haben eine Boulangerie entdeckt! Spontan entschieden – Am Abend gibt es Baguettes. Eine Aufgabe für Susi! Die Presse kommt und stattet noch kurz vor der Abfahrt einen Besuch ab – wieder später als geplant dran.
17:00 in Vouziers. Bürgermeister Dugard wartet schon auf uns und zu unserer Überraschung auch René und Francoise aus Courseulles, die sofort bei uns mit anpacken. Unser Couscous-Salat kommt auch gut an. Zwischen Abfahrt Gruppe 2 und Ankunft Gruppe 1 haben wir ein bisschen Zeit zum Durchatmen. Helmut und Wolfgang beschließen im Freien zu nächtigen.
23:30 Ankunft Gruppe 1. Sie sind hungrig und freuen sich auf das Essen. Noch 22 Stunden bis zur Ankunft in Goldbach. Wir bereiten alles für das Frühstück in Musson (Be), denn da haben wir weder Strom noch Wasser. René und Francoise haben bis zuletzt geholfen.

TAG 2 – 06.06.2018

Am geschichtsträchtigen D-Day starten wir direkt am Landungsstrand an der Normandie in unserer Partnergemeinde Courseulles-sur-Mer zu unserem großen 800 km Staffellauf. Noch sind alle fit und hoch motiviert. Besonders gefreut hat uns, dass viele französische Freunde zu so früher Stunde aufgestanden sind und live mit dabei waren, als Bürgermeister Frédéric Pouille, unsere Läufer auf die Reise geschickt hat. Die ersten 1,7 km meistern unsere Läufer alle gemeinsam, bevor es dann einzeln auf die Etappen geht.

Los geht’s mit Gruppe 1! Christian hat die Ehre der erste Läufer zu sein, da er sich ohne lange zu zögern auch als erster für dieses doch sehr verrückte Event anmeldete. Die ersten Etappen liefen Marie Noel und Michel mit, zwei liebe Menschen aus Courseulles, die unsere Idee spitze fanden. Schade, dass sie uns nicht die ganze Zeit begleiten können. Die ersten 80 km wurden vom Team 1 nahezu ohne Komplikationen durchgeführt, obwohl der ein oder andere mit einigen Höhenmetern konfrontiert war. Jeder bewältigte seine Strecke super und die Stimmung im Team 1 ist super. Ein ganz dickes Lob an unser Catering, das uns nach den Anstrengungen mit einer genialen Spagetti -Kreation verwöhnte. So kann’s weitergehen!!!!
Mal schauen, was die Nacht bringt, denn die erste Nachtetappe ist unsere;-)

Gruppe 2 – Etappe 9 bis 16

Natascha geht um 14 Uhr voll motiviert in Lieurey auf die Strecke zur Etappe 9 und weil es so schön war läuft sie auch gleich – immer noch strahlend – auch gleich die nächste Etappe noch mit nach Bonneville-Aptot. Inklusive Live-Interview mit Oliver auf dem Rad fürs Main-Echo.

Voll im Zeitplan übernimmt Willi und macht sich zusammen mit oliver auf dem Rad auf den Weg nach Bourgtheroulde-Infrevill – im strömenden Regen – doch die beiden kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen. Sie haben schon zahlreiche Ultraläufe gemeinsam gemeistert.

17 Uhr startet Frank frohgelaunt nach Elbeuf. Ungeplante Einbahnstraßen haben dann nicht nur unseren Läufer ins Schwitzen gebracht. Aber Herausforderungen sind dazu da gemeistert zu werden und trotz 5 km Umweg Frank gut gelaunt im Ziel und schickt Adrian auf die Reise. Der voll unter Adrenalin gibt alles und holt unsere Zeitverzögerung zum großen Teil wieder rein.

Thomas steht schon in den Startlöchern und ist mit Voll-Speed unterwegs – und auch ihn halten Einbahnstraßen nicht auf – Willi ist schnell aufs Rad gesprungen um ihn zu begleiten. Zeitverzögerung wieder komplett reingeholt und Peggy startet pünktlich um 19 Uhr zur Etappe 15, Da geht’s erst mal steil bergauf, aber mit Frauenpower wird auch das bewältigt und Hanspeter macht sich auf den Weg zur letzten Etappe für unsere Gruppe heute und wie ein Uhrwerk geht es bis nach Saussay-la-Campagne.

Catering

5:00 Uhr: Frühstück in Courseulles, 12 Grad, strömender Regen; es gilt 34 Personen im Trockenen zu verpflegen, damit sie rechtzeitig starten können. Wir fahren mit der gesamten Mannschaft zum Startpunkt des Friedenslaufs. Im Anschluss stehen die Reinigung der drei gemieteten Hütten an und die zügige Fahrt zum ersten Gruppenwechselpunkt. Die Leute haben Hunger! Lieurey, wir kommen!
10:00 Uhr: Lieurey, Hurra eine Pergola! Hier servieren wir der hungrigen Meute Spaghetti mit meeresfrischen und von unserer französischen Freundin, Valerie, handgeschälte Crevetten in einem Tomaten-Knoblauch-Sugo. Unsere Vegetarier genießen die fleischlose Variante. Bananen gehen jetzt schon zur Neige und die Läufer verlangen nach Zuckerwasser. Nachschub muss her! Jetzt schon wieder einkaufen.
Wir bekommen Besuch von Bürgermeister Lieuvin, der unsere Friedenslauf-Urkunde unterschreibt und seinen Adjutanten mit dem benötigten Dienstsiegel herbestellt.
Nächster Halt: 19:00 Uhr: Saussay-la-Campagne, eigentlich erwarten wir eine freie Fläche aber Bürgermeister Dechaumont, der ebenfalls zur Unterschrift der Urkunden seinen Adjutanten samt Dienstsiegel dabei hat, stellt uns eine kleine Festhalle mit funktioneller Küche zur Verfügung. Wir zaubern aus den übriggebliebenen Spaghettis vom Mittag, einen Spaghetti-Salat und Vesper für die Lauf-Teams. Unsere Monika, verwandelt sich zur Monika(f)Fee der Tour. Sie Kocht den heißbegehrten Kaffee „Aller“ am laufenden Band. Da wir immer die Schlüsselgewalt innehaben, müssen wir zuverlässig die uns anvertrauten Schlüssel zurückgeben. Bei der verzweifelten Suche nach dem (nicht vorhandenen) Briefkasten am Rathaus von Saussay, müssen Cindy und Susi um Mitternacht die Nachbarschaft des Rathauses rausklopfen. Der Briefkasten erweist sich als unscheinbarer Schlitz an der Tür.
Auf unsere Fahrer können wir uns verlassen. Wolfgang, Susi und Gerd bringen uns sicher an unsere Gruppenwechselpunkte und helfen, wo sie nur können. Auf nach Catenoy!

TAG 1 – Anreise am 05.06.2018

Startschuss – endlich geht’s los. Alle gut gelaunt und mit den besten Wünschen des Bürgermeisters Thomas Krimm wurde das Team auf seine Reise nach Courseulles-sur-Mer geschickt. Wir sind on the road … Danke für tolle Verabschiedung in Goldbach!

Das Catering-Team ist zwecks Vorbereitungen und Einkauf schon am 04.06. angereist und erwartet uns in Courseulles-sur-Mer.

Unsere französischen Freunde bereiteten dem kompletten Team Abends einen tollen Empfang im salle d’edit. Wir wurden verwöhnt mit Meeresfrüchten und sonstigen Leckereien! Merci pour toutes! 

2 ERlebnisberichtE AUS DEM TEAM 

Der ganz persönliche Rückblick von Michael Krenz – Läufer der Gruppe 1

 

Auf die Idee hat mich mein Nachbar Wolfgang gebracht, der mich fragte ob ich mir vorstellen könnte, bei dem 800 km-Lauf mitzulaufen. Ich war von dem Projekt vom ersten Moment sehr angetan, auch da ich noch nie in unserer Partnergemeinde war.

 

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Also dachte ich mir warum nicht. Informieren kann ich mich mal. Und so ging ich in erste Infoveranstaltung und hörte mir das Ganze mal an. Nach und nach und von Treffen zu Treffen wuchs in mir die Vorfreude auf das Abenteuer. Ich hatte immerhin bis zu diesen Zeitpunkt nichts dergleichen gemacht. 

Mit Spannung und Vorfreude ging es dann am 05.06.2018 los. Ab nach Frankreich mit 30 Leuten, die ich nicht wirklich kenne. Bereits auf der Fahrt nach Courseulles-sur-Mer wurden wir langsam warm miteinander. Zumindest mit den  Mitfahrern in meinen Fahrzeug. Und spätestens am Abend bei dem „Festakt“ in der Sporthalle war das Eis bei deutschen Bier und französischen Austern gebrochen. Das wird eine coole Sache mit einer lockeren Truppe. 

Am nächsten Morgen um 04:45 Uhr bei 10 Grad, und Windstärke 8 war dann ein letztes gemeinsames Frühstück angesetzt. Nur Verrückte, die alle einem Ziel folgen und an einem Strang ziehen. In 80 Stunden 800 km und zurück nach Goldbach. Seien es die Läufer, die Fahrer oder das Catering. Alle waren topmotiviert und voller Tatendrang. Und was für mich im Nachhinein so besonders war, dieser Tatendrang hat in den kommenden 4 Tagen zu keinem Zeitpunkt nachgelassen. Das Frühstück, die Verpflegung war am letzten Tag genauso liebevoll und lecker wie beim ersten Tag. Schlafmangel und Mündigkeit hin und her. 

Als endlich um 06.06. um 6 Uhr der Startschuss fiel, ging das eigentliche Spektakel erst richtig los. Die Läufer starteten gemeinsam und stiegen nach 1.7 km in die Begleitfahrzeuge. Hier wurde uns so richtig klar, dass wir eigentlich zwei Gruppen waren und wir die „andere Gruppe“ nicht wirklich oft zu Gesicht bekommen würden. Im Nachhinein eigentlich sehr schade, aber es war der Organisation geschuldet, und nicht anderes machbar. 

Ich war als 5. Läufer das erste Mal gefordert. Natürlich entsprechend aufgeregt, ging ich auf die Strecke und machte mir über alles Mögliche Gedanken. Wie soll ich das angehen? Welche Pace laufe ich? Soll ich mich besser schonen? Wer weiß was noch kommt? Aber im Endeffekt bin ich dann einfach gelaufen. Musik im Ohr und einfach die Kilometer abspulen und die Landschaft genießen. Möglichst viele Eindrücke aufsaugen. Also genau das machen, warum ich gerne laufe.

 So setzen wir unsere Reise durch Frankreich fort. Mein zweiter Einsatz 15 Stunden später begann dann um 2 Uhr nachts. Eine weitere neue Erfahrung für mich. So mitten in der Nacht. Allerdings stellte dies bedingt durch unsere besten Fahrzeugführer im Nachhinein auch kein wirkliches Problem dar. Durch die Dunkelheit konnte man zwar die sicherlich schöne Landschaft nicht bewundern, allerdings hatte man dadurch die Möglichkeit relativ schnell in so eine Art „Running-High“ rein zu kommen. Als Läufer musste ich mich um nichts kümmern, und bin einfach dem orangen hypnotiesierenden Blinklicht des vorraus fahrenden Wagens hinterhergelaufen. Erst nach dem Lauf beim Auswerten meiner Laufuhr, bemerkte ich, dass ich in dieser Nacht mehrere persönliche Bestzeiten aufgestellt habe.

 Wir wuchsen nun als Gruppe immer mehr zusammen. Wir teilten uns die Läufe entsprechend der Schwierigkeit auf, unterstützen unsere Fahrer in Sachen Navigation so gut es ging und freuten uns gemeinsam auf den nächsten Wechsel, mit leckerem Essen und einem sehr herzlichen Empfang. Und natürlich auch auf ein paar ruhige Minuten zum Schlafen. Denn dies haben wir allesamt unterschätzt. Der Schlafmangel war im Nachhinein die eigentliche Challenge. Und trotzdem hat jeder von uns zu jedem Zeitpunkt sein Bestes gegeben. Sein Bestes für die Gruppe und das Ziel Goldbach am Samstagnachmittag pünktlich zu erreichen.

Die Etappen folgen nur so dahin und irgendwann – für mich viel schneller als gedacht – waren wir in Deutschland und ich hatte meine letzte offizielle Etappe hinter mich gebracht. Ein bisschen wehmütig ging ich meine letzten 12 km am Samstag Morgen um 5 Uhr an. Diesmal mit Radbegleitung durch Jochen. Wir genossen die letzten km durch Weinberge, vorbei an unzähligen Windrädern und hin zu meinem letzten Übergabepunkt, wo sich Sandra auf die letzte Etappe unserer Gruppe machte.

Zurück in unserer Heimat warteten wir am Schönbuschstadion auf die andere Gruppe, alle irgendwie ein wenig melancholisch, aber auch sehr, sehr müde. Trotzdem auch voller Vorfreude, auf das was in Goldbach los sein wird und auf unsere Familien und Freunde.

 Und so gingen wir nochmal gemeinsam auf die letzten 6 km. Diesmal und seit langem wieder auf altvertrauten Wegen. Mein absolutes Highlight war, als mich meine Freundin 200 m vor dem Ziel mit meinem Sohn überraschte und ich mit ihm die letzten 200 m gemeinsam ins Zelt einlaufen konnte. Da war dann alle Müdigkeit vergessen. Der Empfang durch den Bürgermeister und die anderen Offiziellen war ein krönender Abschluss dieser tollen Reise.

Final kann ich sagen, ich habe viele tolle Menschen bei diesem Event kennen gelernt, die ich bisher höchstens vom Sehen kannte. Wir waren eine eingeschworene Gruppe und ich hoffe, dass  dies noch lange der Fall sein wird.

Vielen Dank zum Abschluss auch noch einmal an das sensationelle Orga-Team, die für jeden ein offenes Ohr hatte, so unterschiedlich wir auch alle waren.

 

Der ganz persönliche Rückblick von Peggy Kabitschke – Läuferin der Gruppe 2

 

„800 km – 34 Personen – 1 Lebenstraum“ – 
das war das Fazit nach dem Finish in Goldbach. Wunderbar, kurz und bündig.

 

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Gehört haben wir von diesem Vorhaben über den TV Goldbach, ein Aufruf der Gemeinde Goldbach unter der Organisation der Freien Wähler. Das würde gut in unsere Vorbereitungen zum diesjährigen Zugspitz-Trail passen, denn wir brauchen km. Nach dem 1. Infoabend, an dem mein Mann Franky teilgenommen hat, sind wir aber wieder etwas zurückgerudert, weil es für uns fälschlicherweise so rüberkam, dass nur Goldbacher erwünscht sind. Nach Gesprächen kamen wir dann zu dem Entschluss an dem Lauf teilzunehmen. Angemeldet und die Vorfreude begann.

Wir durften Wünsche äußern, wer gerne mit wem in einer Gruppe unterwegs sein wollte von den Läufern und wir wollten gerne auf Hinsicht der Zugspitze km auch ein paar km mehr laufen. All das wurde berücksichtigt und wir kamen in die Gruppe 2, die die Hunsrück-Überquerung zu meistern hatte. Das mit den km mehr laufen ergab sich dann auch, weil uns der Olli als Läufer ausfiel, aber als Koordinator, Navigator und Radbegleiter dabei war – im Nachhinein ein Segen.

Ich freute mich schon sehr auf dieses Abenteuer. Bedenken, alle 15 Stunden zu laufen hatte ich nicht. War nur gespannt, wie es sich mit dem Schlafmangel anfühlt. Wir wussten ja, dass wir nur am Start ein Bett zur Verfügung hatten und ansonsten im Klein-Bus oder im Wohnmobil oder irgendwo, mit Isomatte und Schlafsack versuchen werden, eine Mütze voll Schlaf zu bekommen.

Der Abschied aus Goldbach war sehr nett gemacht, viele Angehörige waren da, auch der Bürgermeister, der uns verabschiedete. Alle waren total aufgeregt, freuten sich tierisch, dass es endlich los ging.

Dass wir in 5 Tagen in Goldbach wieder pünktlich da sind, daran habe ich nie gezweifelt, aber wie?

Die Gruppen 1 und 2 wurde gleich aufgeteilt in die Klein-Busse und Wohnmobile, mit den Fahrern und Radbegleiter und so haben wir uns auf der langen Hinfahrt bis zur Partnerstadt Courseulles-sur-Mer schon ein bissl beschnuppern können, wer sich noch nicht kannte. Unser Fahrer, der Thomas, fuhr uns sicher mit zwei Boxenstopps zum Ziel und er war so begeistert von dem was auf uns zu kam, ich glaube er war auch sehr aufgeregt. Seine Schwester Petra war auch als Fahrerin und Radbegleiterin dabei. Dann war da noch der Adrian, unser „Jungspund“ – er war sehr erfrischend unbekümmert und total aufgeregt, er war nur am schlappern. Das komplette Gegenteil war unser Thomas Seipel – ein ganz ruhiger, zurückhaltender, in sich gekehrter Läufer. Natascha und Frank waren noch im Bus.       

Angekommen dort, wäre ich am liebsten wieder zurück in die Wärme gefahren, 10 Grad, Regen und Sturm. Ne, das fängt ja gut an und wir haben keine langen Klamotten dabei. Egal, Reise war gebucht, Wetter spielt keine Rolle. Es gab abends eine Einladung vor Ort zum gemütlichen Beisammensein. Wo wir alle gemeinsam dann in einer leeren Turnhalle, Tische und Stühle und ein Buffet aufgebaut haben. Für viele das erste Mal im Leben standen Austern auf dem Tisch. Es wurde sehr lustig dieser Abend, an dem wir alle gemeinsam, Medical-Crew,  Gruppe 1+2 und das Catering-Team zusammen waren. Das gab es nur 2-mal während dieses Laufes, etwas schade, aber ansonsten wäre die Rechnung ja nicht aufgegangen.

Endlich kam am 06.06. um 6 Uhr der Startschuss zu unserem 800 km-Lauf. Es waren sogar auch ein paar Franzosen vor Ort. Mit dem Startschuss vom Bürgermeister liefen alle Läufer zusammen für 1,7 km durch den Ort. Dann trennten sich die Wege von Gruppe 1 und 2. Wir fuhren zu unseren Unterkünften zurück. Halfen dem Catering beim Einpacken und verpacken, reinigten alle Räumlichkeiten und fuhren dann 80 km weiter zu unserem Startpunkt. Es erwies sich im ganzen Verlauf der Strecke so, dass 80 km immer 2 Stunden Autofahrt bedeuteten. An unserem Startpunkt angekommen, wurden wir schon vom Catering-Team mit frisch gekochtem Kaffee begrüßt, der bei der Kälte sehr gut tat. Das Catering-Team war immer super, sie versorgten uns liebevoll. Sie kochten für uns die tollsten leckeren Sachen an jedem Ort an dem wir uns trafen. Also verhungert sind wir nicht und es war immer ein tolles, abwechslungsreiches Essen. Das Team war immer gut drauf, obwohl sie ja noch mehr Stress hatten, als wir. Gemeinsam haben wir viel zusammen gelacht und geraucht.

Der erste Lauf für unsere Gruppe begann, endlich ging es los. War schon cool geschützt zwischen Wohnmobil mit Rundum-Leuchte und Klein-Bus zu laufen. Sie haben wirklich alle auf uns aufgepasst. Ich freute mich sehr auf meine erste Etappe. Es war einfach nur toll und es war so ein toller Anstieg mit einer richtig schönen Aussicht da oben. Und so lief jeder seine Strecke ab, Natascha lief immer gleich 2 Etappen. Beim Wechsel der Läufer wurden Rappel-Pausen eingelegt, die neue Strecke musste eingegeben werden, eventuell ein Radfahrer noch dazu, der auch wieder die Strecken-Daten brauchte, der Läufer ging meist dann in das Wohnmobil wo er dann duschen konnte. Und weiter ging es. Mit der Zeit spielte sich alles ein, Fahrer mit Navigator, Radbegleitung in Städten, wo wir dann einen gemeinsamen Treffpunkt hatten. Gott sei Dank fuhren wir der Sonne wieder entgegen. Am Ende unserer Etappen bekommen wir wie immer eine tolle Verpflegung.

Dann ging es wieder weiter zum nächsten Startpunkt – für uns also wieder 80 km Fahrt. An schlafen war kaum zu denken. Entweder versuchte man die Äuglein mal im Bus zu schließen oder wir hatten Möglichkeiten in einer Turnhalle uns mal breit zu machen, aber richtig tief und fest geschlafen habe ich nie. So spulten wir unseren zweiten Lauf ab. Frank lief auf seiner Etappe auf einer Bundesstraße. Wir mit 2 langsam fahrenden Autos und dem Läufer dazwischen. Ständig versuchten LKWs zu überholen. Das war der Alex dann doch zu gefährlich und wir nahmen ihn dann bei der nächsten Möglichkeit mit dem Auto wieder mit. Wir fuhren vor bis die Situation sich entschärfte. Von da an liefen wir dann zu zweit, damit wir auf die km kommen, die gelaufen werden mussten. Thomas begleitete mich und wir erzählten fleißig beim Lauf durch die Stadt. Die letzte Etappe liefen dann unser Adrian und der Hanspeter zusammen, somit waren die Laufkilometer abgearbeitet. Hinzu kam noch, dass im Wohnmobil Wasser neu aufgefüllte und das WC entleert werden musste. Also los und einen Campingplatz anfahren, wo dies möglich ist. So viele Dinge, die neben dem Lauf erledigt werden mussten … Unser Team wuchs immer mehr zusammen, es war schön zu sehen, wie jeder für den anderen da war, jeder mit angepackt hat, gute Laune verbreitet wurde, weit weg vom Alltag, alle hoch konzentriert auf ein gemeinsames Ziel hinarbeitend. Das machte mich wirklich stolz dabei zu sein.

Die nächste Etappe ging durch die Nacht. Für viele das erste Mal im Dunkeln, ich liebe es mit Stirnlampe durch die Nacht zu laufen. Mit meinem Lauf, leider auch mein letzter Lauf, brachte ich uns aus Frankreich raus nach Belgien. Ich bemerkte beim zweiten Lauf schon ein leichtes Ziehen im Innenband des Knies. Nun ja, man ist ja kein Weichei und ich empfand es auch noch nicht allzu schlimm, getaped und los. Thomas, der vor mir dran war, fragte mich schon im Vorfeld, ob er meine Etappe mit machen soll. Das ist Teamgeist. Ne, das geht ja gar nicht. Ich schlug ihm vor, dass er mich etwas begleitet und wenn es wirklich nicht geht, dass er dann alleine weiterlaufen kann. Geht nicht, gibt’s nicht. Es fühlte sich nicht so schlecht an, aber auch nicht perfekt. Aber kennt ihr das, manchmal denkt man: „das laufe ich wieder raus“. Gerade und berghoch hatte ich fast keine Probleme, aber bergab lief ich immer unrunder und es zog immer mehr. Ich habe die Etappe geschafft, das war mir für den ersten Moment am Wichtigsten. Natascha stieg beim Läuferwechsel aus dem Wohnwagen und sagte: „Peggy hör auf, es sieht nicht gut aus“. Ich wusste, sie hat Recht, aber so etwas will keiner hören. Total geknickt, nun jetzt auch humpelnd, ging ich in das Wohnmobil und duschte mich, verkroch mich in eine Ecke und heulte. Ich konnte gar nicht aufhören, ich kann doch jetzt nicht den Läufern noch meine Strecke aufbrummen. Ich bin hier unnütze, ich war so von mir enttäuscht, die Vorbereitungen waren super. Tausend Gedanken gingen mir durch den Kopf. Wird diese Projekt jetzt scheitern, weil ich nun als Läuferin ausfalle. Ein DNF bei einem Wettkampf ist schon keine leichte Entscheidung, aber hier zu sagen, ich kann nicht mehr, da stehen 33 Leute, die auf dich bauen. Das ist schon eine harte Nummer. Nach vielen Tränen, Kaffee und Zigaretten, schaute ich nach vorne. Schlafen konnte ich nicht, ich musste es alles erstmal sacken lassen. Liebe tröstende Worte und 1, 2 Küsschen von meiner Sonne oder nur eine Umarmung half mir sehr. Ich werde gebraucht. Jetzt nicht mehr als Läuferin, sondern als Betreuerin. Für unsere Hunsrück-Etappe, als Navigator und Beifahrer. Es gab so viel zu tun und wir hatten nun mal die Ultras bei uns in der Gruppe, also weiter geht’s. Ja, der Hunsrück, wir Trail-Läufer freuten uns alle sehr darauf. Endlich die km machen. An diesem Tag musste jeder Läufer mit Radbegleitung sein, Naturschutzgebiet – keine PKW erlaubt! Schon nach dem ersten Lauf war zu merken, das wird heute ein harter Tag, hier wird uns alles abverlangt. Wir mussten lernen, dass Radfahren in bergigem Gelände und navigieren des Läufers durch den Hunsrück eine große Verantwortung und Herausforderung war. Die Strecken waren nur über Google Maps herausgesucht worden, es gab keine genauen Karten und im Wald dann auch kein Netz mehr. Wir als motorisierte Begleiter warteten also immer am angegebenen Zielbereich. Thomas und Hanspeter kamen ganz woanders raus und wir zogen los um sie zu finden, was uns dann auch gelang.

Weiter geht’s! Ab dem Start von Natascha, stieg Olli aufs Rad, was wirklich an diesem Tag und bis in die Nacht hinein ein Segen war. Olli ist ein Orientierungstalent, hat Biss, versuchte für die Läufer geeignete Wege zu finden die laufbar waren, oder freute sich überhaupt Wege zu finden die laufbar und befahrbar waren. Das Kartenmaterial von Google Maps und die Realität waren nicht immer gleich. Erschwerend kam hinzu, dass hier vor ein paar Tage richtig Unwetter gewesen sein muss. Umgefallene Bäume, überschwemmte Wiesen, Matsch und Schlamm. Olli schaffte es Natascha und dann auch Adrian heil irgendwann und irgendwo aus den Wäldern zu bringen und wir standen sogar richtig, um sie einzuladen und den nächsten Wechsel vorzunehmen. Unser Olli war immer noch total locker drauf, das hat ihm noch Spaß gemacht. Zum letzten Wechsel dieses Tages haben wir ihn noch ein bissl unterstützt und er durfte sich am Spiegel des fahrenden Busses festhalten und den Berg hochziehen lassen. Letzter Läufer, meine Sonne. Willy war noch nicht ausgelastet und stieg mit aufs Rad und begleitet Olli und Frank. Wir schickten sie los und fuhren zu einem Zwischen-Treffpunkt, wo wir sie sahen, alles gut, weiter. Wir fuhren dann weiter zum Zielpunkt.

Inzwischen war es dunkel und der Himmel war voller Sterne. Wir bekamen Bilder von einer Brücke, die keine mehr war, WhatsApp-Nachrichten, dass man da oben gar nicht richtig Rad fahren kann, dass Wildsäue unterwegs waren und Frank aufs Rad musste, um an ihnen vorbei zu kommen. Es wurde da oben bei Nacht im Hunsrück nicht besser, die Routen passten nicht, vieles war durch das Unwetter unüberwindbar, die Räder mussten getragen werden und Ollis Ton wurde bedenklich. Es gibt Risiken, die muss man nicht eingehen. Wir riefen die drei an, dass sie den nächsten Weg raus aus dem Wald nehmen sollen und wir dann dort hinkommen. Puh, ich sah wie Alex ein Stein vom Herzen gefallen ist, dass alle 3 wohlbehalten am Treffpunkt waren. Sie hat hier für alle Beteiligten eine hohe Verantwortung, klar Sicherheit geht vor. Ein kurzes, klärendes Gespräch, was da oben so abgegangen ist, was man das nächste Mal bei so einer Planung anders machen kann und wir waren wirklich im Nachhinein froh, dass wir diese Etappe hatten, weil einige von uns Gott sei Dank auf einigen unwegsamen Wegen der Welt schon unterwegs waren und dies auch schon in der Dunkelheit. Wir entschieden mit uns die letzte Verpflegung auszulassen und direkt zu unserem morgigen Startpunkt nach Nierstein zu fahren. Olli setzte sich jetzt als Fahrer ins Wohnmobil, Petra fühlte sich auch noch fit, also ab ging’s – oh Mann dachte ich mir, der Hunsrück ist gepackt, das hier wird nochmal ne harte Nummer. Wir sind seid gefühlt 2 Tagen ohne richtigen Schlaf unterwegs und ballern jetzt mit Wohnmobil und Bus nach Nierstein. Ich dachte, das hier nimmt heute kein Ende. Ich babbelte die Petra zu, weil ich merkte, dass auch da die Müdigkeit durchkam, ich habe in meinem Leben noch nie so viel geredet. Olli vor uns hatte ein Zahn drauf, dass da keiner kotzend aus der Schlafkabine gerutscht ist, war ein Wunder. Ich merkte an seiner Fahrweise, dass wir ihn nun müde bekommen haben. Endlich in Nierstein angekommen, legte er sich erstmal die Länge lang auf den Parkplatz. Was für ein Tag, was für eine Tortur, es war Nachts um 1 Uhr.

Eine große Überraschung am Parkplatz waren Heike, Thomas und Marcus von TV Goldbach, die uns begrüßten. Einfach schön, solche Vereinsfreunde zu haben. Kurz geredet dann ab in den Bus und versucht zu schlafen. 6 Uhr war die Nacht vorbei. Andere legten sich mit Isomatte und Schlafsack auf dem Parkplatz. Es war irgendwie fantastisch, wenn man total kaputt ist, schläft man überall in jeder Stellung irgendwie. Frühs raus – es war nicht zu glauben: unsere letzte Etappe! Eigentlich waren wir doch gerade erst los gelaufen. Ab hier wussten wir den Ziel-Einlauf in Goldbach heute kann uns keiner mehr nehmen. Ich besorgte Verpflegung und Getränke und verteilte diese und los ging es auf die Überfahrt zum Startbereich. Es wurde ein Festlauf für jeden von uns. Alle stiegen aus ihren Autos und begrüßten und bejubelten die Läufer, es war so eine Freude. Thomas Seipel haute eine Laufzeit raus, der Hammer, er freute sich und machte Luftsprünge, einfach genial, er hat für uns nochmal alles rausgeholt bei seinem letzten Lauf. Petra war heute als Radbegleiterin nicht zu bremsen. Sie begleitete alle. Keiner empfand Müdigkeit – im Gegenteil wir waren so aufgedreht, dem Ziel so nah zu kommen. Wir waren eine geile Gruppe. Es gab sogar Finisher-Bierchen für unsere Läufer. Die Mehr-km steckten wir genauso gut weg, wie die Hitze. Ab dem Schönbusch liefen alle Läufer mit zum großen Treffen ins Schönbusch-Stadion, wo alle anderen auf uns warteten. Wir wurden gefeiert, gedrückt, beköstigt, es wurden ausgiebig Freudentränen geheult. Wir haben es geschafft!!! Eine große Gruppe Läufer von TV Goldbach kamen und Freunde und Angehörige von allen. Es war einfach Freude und Glück pur. Mit polizeilicher Überwachung und Absperrung ging es für alle dann noch 6 km nach Goldbach. Im Festzelt standen viele Leute. Sie waren so aufgeregt, sie verfolgten teilweise jeden Tag über die Internetseite den Lauf und haben mit uns allen mitgefiebert. Der Ziel-Einlauf ins Zelt war grandios, wir alle ließen uns feiern – und das mit Recht.

Ein unvergessliches Abenteuer ging somit zu Ende und ich denke, so etwas erlebt man nur einmal im Leben. 34 Freundschaften entstanden. Jeder hat auf seine Art und Weise zu diesem Erfolg beigetragen. Ich habe erstaunlicher Weise festgestellt, dass man locker im Leben auf das Minimum beschränkt gut zurechtkommt, dass man dadurch mehr miteinander redet und sich austauscht.

Es gibt für mich eine Person, vor der ich hochachtungsvoll meinen Hut ziehe. Unser Wohnmobilfahrer Frank Bergmann. Fast jeder, der mit einer Krankheit leben muss, wäre nie im Leben auf die Idee kommen, solche Strapazen auf sich zu nehmen, wo man von vorn herein weiß, dass man keinen gescheiten Schlaf hat, nur Stress hat und wenig zur Ruhe kommt und dass es körperlich eine große Herausforderung sein wird. Nein, unser Frank sagte sich, ich kann zwar nicht mehr laufen, aber ich kann doch meinen Teil zum Gelingen des 800 km-Laufes als Fahrer beitragen. Er blühte so richtig auf, er arbeitete sich mit Olli ins Navigieren ein, er saß stundenlang am Steuer oder daneben als Beifahrer, immer einen lockeren Spruch parat und im Schönbusch joggte er sogar. Frank – danke, dass ich dich kennengelernt habe, deine Lebenseinstellung wird für mich prägend sein.

Danke an alle – es war eine schöne, unvergessliche Zeit und ich war noch nie so stolz auf ein orangenes T-Shirt.

 

Die Idee:

800 Jahre Goldbach – 800 km

Bildquelle: google.de/maps
Zwischen den Partner-Gemeinden Courseulles-sur-Mer und Goldbach liegen ca. 800 Kilometer. Zum Ortsjubiläum von Goldbach im Jahr 2018 wird diese Strecke mit einem Friedens-Staffellauf überwunden, zur Völkerverständigung und Pflege der Städte-Partnerschaft. Das Team passiert dabei zwei weitere europäische Länder – Luxemburg und Belgien. Gelaufen wird nonstop rund um die Uhr, so dass die Strecke in 4 Tagen zu bewältigen ist.

Und da geht’s lang …
Hier die einzelnen Etappen aus unserem Roadbook:

PDF zum Download Teil 1 Ausland
PDF zum Download Teil 2 Deutschland 

Das Team

Alexandra Fuchs

Alexandra Fuchs

Organisation, PR+Marketing

Ulrike Fleckenstein

Ulrike Fleckenstein

Läuferin

Heiko Klein

Heiko Klein

Läufer

Eva Rußmann

Eva Rußmann

Läuferin

Adrian Völker

Adrian Völker

Läufer

Wolfgang Bauer

Wolfgang Bauer

Fahrer

Petra Häger

Petra Häger

Fahrerin, Radfahrerin

Oswald Scherer

Oswald Scherer

Fahrer, Radfahrer

Gabi Schmitt

Gabi Schmitt

Catering

Cindy Reißing

Cindy Reißing

Organisation, Catering

Christian Häussler

Christian Häussler

Läufer

Michael Krenz

Michael Krenz

Läufer

Simone Rußmann

Simone Rußmann

Läuferin

Norbert Boecher

Norbert Boecher

Medical-Team

Susanne Bauer

Susanne Bauer

Fahrerin

Alexander Hehl

Alexander Hehl

Fahrer, Radfahrer

Jochen Willig

Jochen Willig

Fahrer, Radfahrer

Sonja Witzel

Sonja Witzel

Catering

Sandra Rußmann

Sandra Rußmann

Organisation, Läuferin

Peggy Kabitschke

Peggy Kabitschke

Läuferin

Wilhelm Melcher

Wilhelm Melcher

Läufer

Thomas Seipel

Thomas Seipel

Läufer

Dr. Grazyna Zwick

Dr. Grazyna Zwick

Medical-Team

Frank Bergmann

Frank Bergmann

Fahrer

Thomas Hein

Thomas Hein

Fahrer, Radfahrer

Monika Lippert

Monika Lippert

Catering

Gerhard Albert

Gerhard Albert

Läufer

Frank Kabitschke

Frank Kabitschke

Läufer

Natascha Noever

Natascha Noever

Läuferin

Hanspeter Sittinger

Hanspeter Sittinger

Läufer

Gerd Baier

Gerd Baier

Fahrer

Oliver Binz

Oliver Binz

Fahrer, Radfahrer

Klaus Peter Rybczynski

Klaus Peter Rybczynski

Fahrer

Helmut Rausch

Helmut Rausch

Catering

Herzlichen Dank allen Partnern!

Der 800 km-Nonstop-Friedens-Staffellauf verfolgte keine kommerziellen Ziele. Die Durchführung war nur möglich durch Spenden und die großzügige finanzielle Unterstützung unserer Partner. Dafür herzlichen Dank!

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